Unter dem Leitthema der Konferenz „Reformation der Männerherzen“ haben wir uns – passend zum Lutherjahr – gemeinsam mit etwa 1000 Männern vom 26.10.-29.10.2017 bewusst auf „Sein ewiges Wort“ fokussiert. Und davon möchten wir nachfolgend berichten.

Ein kreativer Videoclip, der Bibelstellen über das Wort Gottes bildlich darstellt, eröffnete die Konferenz. Markus Germann, Gesamtleiter des Glaubenszentrums, begann am Donnerstagabend mit einem Stück Bestandsaufnahme, wo wir zurzeit stehen und wie es uns mit dem Wort Gottes geht. Dabei griff er einige Details aus Luthers Leben und der Reformation auf, um wesentliche  Anknüpfungspunkte auch ins Leben der Männer hineinzusprechen. Markus betonte dabei, wie wichtig es ist, die Kostbarkeit des Evangeliums und des Wortes Gottes zu erkennen. Frank Heinrich, Bundestagsabgeordneter und (ehemaliger) Heilsarmeeoffizier, gab Freitagvormittag starke Lebensimpulse weiter, die seinen bisherigen Dienst begleitet haben. Er sprach u.a. offen unsere Meckerkultur an und ermutigte, hier bewusst neue, positive Denkansätze alltagsrelevant werden zu lassen. Zusammen wurde vor Gott diese ungeistliche „Kultur des ständigen Aufregens“ bekannt und Frank zeigte zugleich praktische Möglichkeiten auf, dem zukünftig zu begegnen. Er ermutigte die Männer darauf zu achten, wie und durch was wir unser Umfeld prägen!

Stefan Vatter, Pastor und Coach, sprach Samstagvormittag darüber, was der Heilige Geist uns Männern heute sagt. Dabei geht es auch um ganz einfache, elementare Dinge – das Herz zu bewahren, damit es leidenschaftlich bleibt. Und die Zeit auszukaufen, den Kairos zu erkennen und zu aktivieren, dabei allezeit im Geist zu beten, damit wir auf das Hören können, was der Heilige Geist uns sagt. Fazit: entdecke heilige Zeiten in alltäglichen Momenten!

Dr. Michael Brown, Gründer und Präsident von FIRE School of Ministry, führender messianisch-jüdischer Gelehrter und Hauptsprecher der Konferenz, rief uns Männern von Freitag bis Samstag vier wesentliche Grundlagen in Erinnerung: 1. Es ist notwendig und eigentlich unser Ruf als Christ, unser Leben für das Evangelium einzusetzen. 2. Es ist Zeit, aus unserem (geistlichen) Schlaf aufzuwachen. Dr. Brown zeigte dabei an Stellen des NT auf, was uns schläfrig macht und wie wir wieder aufwachen. Er sprach dabei ganz konkret und praktisch in die Situation hinein. 3. Es ist wichtig, die biblischen Verheißungen, aber auch die persönlichen Zusprüche Gottes neu zu ergreifen. Zeugnishaft berichtete Dr. Brown, wie das auch in seinem Leben aussah. 4. Sonntagmorgen beleuchtete Dr. Brown zum Abschluss die Thematik Israel und die Gemeinde und ging dabei auf Römer 9-11 ein. Als messianischer Jude hatte er einen persönlichen Zugang dazu, der sehr solide auf den Punkt gebracht wurde: Wir haben heilige Verantwortung vor Gott bekommen, vor allem die Berufung Israel gegenüber.

Zum Abschluss lässt sich festhalten, dass die Plenen selbst ganz einfache, grundlegende Dinge beinhalteten, die die Sprecher in einer sehr lebensanschaulichen Weise gebracht haben. Manchmal sehr direkt, aber gut zu hören und als Spiegel zu nehmen, und sich dann auch zu fragen, wo spricht Gott mich persönlich an und wie kann ich das in meinem Leben umsetzen.

Neben den zahlreichen Plenen und Seminaren gab es dieses Jahr sehr intensive, gemeinsame Lobpreis-, Anbetungs- und Gebetszeiten, in denen Männer auf die Knie gingen und sich bewusst vor Gott gebeugt haben. Oder das Wort Gottes als prophetische Handlung in Anlehnung an die Geschichte von Mose, Aaron und Hur hochhielten, um für unser Land Raum einzunehmen. Besonders die interaktiven Gebetszeiten hatten eine Intensität und Dynamik, die spürbar war. Wollen wir doch mehr und mehr dahin kommen, nicht nur Konsumenten zu sein, sondern Männer, die Dinge aufgreifen, um dann später vor Ort aktiv zu werden und das Empfangene in irgendeiner Form anzuwenden.

Zu allem Inhaltlichen gab es in den Pausenzeiten die Möglichkeit zu guter Gemeinschaft bei Kaffee, „Lutherbräu“ (Malzgetränk), Pizza, Süßem oder Deftigem vom Grill. Verschiedene Aussteller zeigten zudem eine bunte Palette an Möglichkeiten auf, wie „Gottes ewiges Wort“ eine praktische Umsetzung erfahren kann. Dankbar sind wir z. B. deshalb für die Opferbereitschaft der Teilnehmer zweier Bibelprojekte, in denen Gottes ewiges Wort unterstützt werden konnte. Dabei ging es um ein Gefängnisprojekt in Südamerika, bei dem die Insassen eine Bibel bekommen sollen und um Unterstützung des Wycliff-Dienstes, der bis 2025 in jeder Sprache eine Bibelübersetzung angefangen haben möchte.

Aber was wäre eine Konferenz ohne geistlichen Rückhalt? Wir sind von Herzen dankbar für die enorme Unterstützung unserer Frauen – Mitarbeiterinnen und Schülerinnen des Glaubenszentrums – während dieser Tage. Sie haben für uns gebetet, die Räume sauber gemacht, Essen gekocht, verkauft und vieles mehr – und sie haben uns so einen wunderbaren Rahmen geschaffen, um diese Tage zu genießen. Wir sind von Herzen dankbar für jeden Mann, der zur Konferenz gekommen ist und sie so zu dem gemacht hat, was sie war. Und danken möchten wir auch für die Großzügigkeit unserer Gäste, die Anliegen unseres Hauses im Gebet, aber auch finanziell mitzutragen. Und natürlich gilt ein besonderes Dankeschön unserem lebendigen Gott für die Möglichkeit, sein ewiges Wort in unserem Land so verkünden zu dürfen!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir auf dieser Konferenz „Gottes ewiges Wort“ zutiefst erlebt haben. Wir sind dankbar und von Herzen bewegt, wie die Männer priesterlich aufgestanden sind und begonnen haben, das Land zu prägen.

Und wir haben Hoffnung, dass sich Deutschland wieder zu diesem Wort bekennen wird – beginnend bei allen, die diese Konferenz miterlebt und geprägt haben.

Wer jetzt noch mehr Hunger auf das Wort Gottes bekommen hat oder sich die Thematik der Botschaften weiter verinnerlichen möchte, dem sei als gute Grundlage noch folgendes empfohlen: die MP3-Box der Männerkonferenz 2017 sowie das gleichnamige Buch Warum greift Gott nicht ein? von Wilkin van de Kamp, das wir unmittelbar vor der Männerkonferenz in unserem Haus veröffentlichen durften!

Zum Schluss möchten wir noch danke sagen, dass ihr da wart.

Die Bildergalerie der Männerkonferenz