„Stehe auf …“ Frauenkonferenz 2019

„Stehe auf …“ Frauenkonferenz 2019

Ein paar Tage vor der Frauenkonferenz war es kühl und trüb in Bad Gandersheim. Doch pünktlich zur Anreise gab es einen Wetterwechsel, und wir konnten die Frauen bei Sonnenschein empfangen. Am Donnerstagmorgen herrschte auf dem Gelände des Glaubenszentrums noch ein fröhliches Gewimmel der Schüler und Mitarbeiter. Alle waren bei Sonnenschein auf dem Hof unterwegs, bauten die Essenstände auf, putzten die Scheiben und dekorierten voller Vorfreude. Wenige Stunden später dann der Start der Frauenkonferenz, geleitet von Elvira Germann, Susanne Schmoll und Lilly Neubauer. Ohne das Engagement der Schüler und Mitarbeiter wäre diese Konferenz nicht möglich gewesen. 1.315 Frauen, vier Tage zusammen, Gott loben, hören und Gemeinschaft haben. Das bewegt etwas und ist etwas Besonderes! Wir sind voller Dankbarkeit für diese intensiven Tage, an denen Frauen ganz viele „Lasten“ loswerden konnten und ermutigt wurden, an ihrem Platz zu stehen. Auch war dieses Jahr die Zusammenarbeit der Gastsprecherinnen etwas ganz Besonderes, da sie aus drei Nationen vertreten waren – USA, Israel und der Schweiz – und sich einfach wunderbar in ihren Botschaften ergänzten.

Joanna Weaver (USA) erzählte beim Eröffnungsgottesdienst mit viel Humor und großem Ernst von Lazarus in der Geschichte aus Johannes 11, für den es mühsam war, sich in Grabtüchern eingewickelt aus dem Grab zu bewegen. Genauso wie er die Entscheidung traf, müsse auch jede einzelne Frau eine Entscheidung treffen, Schritt für Schritt das Grab der Unmöglichkeiten zu verlassen.

„Als ich es nicht schaffte, den Maßstäben gerecht zu werden, habe ich entdeckt, dass er genug ist“.
Joanna Weaver

Freitagmorgen ging es dann nach einer erfrischenden Lobpreiszeit gleich weiter mit Joanna, die ehrlich davon berichtete, dass wir manchmal so beschäftigt sind, Jesus zu dienen, dass wir die Gelegenheit verpassen, ihn besser kennenzulernen. Durch einen Zollstock, den sie zerbrach und zu einem Kreuz formte, verdeutlichte sie: „Als ich es nicht schaffte, den Maßstäben gerecht zu werden, habe ich entdeckt, dass er genug ist“. Nach einer sonnigen Kaffeepause forderte Tamar Afriat (Israel) durch die Geschichte Gideons die Frauen heraus, sich vom Altar des „Ich“ abzuwenden, den Blick von sich selbst und dem eigenen Schmerz wegzurichten und auf Jesus hinzurichten. Alle Halbherzigkeit und Altäre der falschen Anbetung im eigenen Leben müssen niedergerissen werden, sagte sie und ermutigte, sich in den Prozess der Heiligung zu begeben. Mit dieser Herausforderung sprach Tamar jeder Frau zu: „Gott ist mit dir, du tapfere Frau!“. In einer stillen und ergreifenden Gebetszeit konnte jede Frau diese Punkte im Herzen vor Gott bewegen.

In den Pausen konnten sich die Frauen an den vielen Essenständen entspannen, Kaffee trinken, snacken, die Infostände besuchen, sich auf der Wiese ausruhen und die Gemeinschaft und Gespräche mit anderen Frauen genießen.

„Das Miteinander in den Pausen ist total herzlich. Alle strahlen und alle sind gut drauf!“
eine Teilnehmerin

Auch von dem vielfältigen Seminarangebot an den Nachmittagen haben viele Frauen Gebrauch gemacht und wurden ermutigend: Die Dynamik des gesprochenen Wortes, Gute Beziehungen bauen und erhalten, Body-Spirit-Soul und viele weitere lebensnahe Themen wurden bedient. Ergänzend dazu gab es auch je einen Tanz- und Kreativworkshop.

Am Freitagabend wurde ein begeisternder Tanz der Frauen aus dem Glaubenszentrum als Einstieg aufgeführt, der viel Freiheit und Freude freisetzte. An diesem Abend war die Botschaft von Maria Fiechter (Schweiz): „Stehe auf, geh und sündige nicht mehr!“. Anhand ihrer eigenen Geschichte warnte sie die Frauen davor, Sünde im eigenen Leben zu dulden und zu entschuldigen. Sie sprach den Zuhörerinnen ihre neue Identität als Überwinderinnen in Jesus zu, die sie dazu befähigt, in Freiheit von Sünde zu leben. Die Frauen konnten ihre Lasten auf Zettel schreiben und diese dann symbolisch ans Kreuz bringen.

Samstag ging es um die Wichtigkeit eines belehrbaren Herzens und der persönlichen Zeit mit Gott. In wenigen Schritten zeigte Joanna den Frauen eine Möglichkeit auf, die sie in eine Zeit von Austausch und Beziehungsbau mit Gott führen kann. An diesem Vormittag fand auch ein interaktiver Teil statt, in dem alle Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen für die Themen „Ehe“ und „Israel“ im Gebet einstanden.

Am Abend sprach dann Joanna über den großen Tausch, wie Verbitterungen das Herz hart wie Stein machen, aber Gott das Herz aus Stein nehmen und gegen ein weiches, formbares Herz austauschen würde. Denn es ist absolut notwendig, sagte sie, Ärgernisse zu vergeben. Joanna berichtete anhand ihres eigenen Lebens, wie der Mangel an Vergebung die Beziehung zu Gott und anderen Menschen verhindere und ermutigte die Frauen zu vergeben, auch wenn es keine leichte Sache ist. Mit der hoffnungsfrohen Botschaft, dass es Leben auf der anderen Seite von Vergebung gäbe, bekräftigte sie ihre Aussage, dass es sich lohne, denjenigen zu vergeben, die einen persönlich sehr verletzten.

Unsere Umstände definieren uns nicht, es sei denn, wir definieren uns über unsere Umstände.
Maria Fichter

Den Abschluss am Sonntagmorgen machte Maria mit vier praktischen Ratschlägen, die sie den Frauen mit auf den Weg gab, um im Alltag als „Überwinderinnen“ und „Siegerinnen“ leben zu können. Sie prägte den Satz: „Unsere Umstände definieren uns nicht, es sei denn, wir definieren uns über unsere Umstände“. Sie machte damit vielen Frauen Mut, dass jede von ihnen im Alltag eine Liebesbeziehung zu Jesus aufbauen könne.

Mit einem gemeinsamen Abendmahl und sogenannten Zeugnissen, was die Frauen auf dieser Veranstaltung mit Gott erlebt haben, endete die Frauenkonferenz 2019.

Wenn du auf dieser Konferenz nicht dabei sein konntest oder manches nochmals nachhören willst, dann hast du die Möglichkeit, die MP3-Box mit allen Plenen und Seminaren der Konferenz zu bestellen oder du kannst unsere drei Livestreams der Abendveranstaltungen kostenlos auf unserer Website ansehen. Viel Segen und Freude dabei!

Die nächste Frauenkonferenz findet vom 19.–22. März 2020 statt.  Wir freuen uns auf dich!