Männerkonferenz 2019 „Berufen zum Senden“

Männerkonferenz 2019 „Berufen zum Senden“

Wir schreiben Donnerstagabend, den 24.10.19. Gegen 19.30 Uhr ertönt der Startschuss zur diesjährigen Männerkonferenz mit fast 1000 erwartungsvollen Männern. In der abgedunkelten Erweckungshalle wird ein langsam größer werdendes Licht sichtbar. Die Musik der Lobpreisband setzt dezent mit ihrer Version des „History Maker“ ein und ein Kreuz, immer heller werdend, erstrahlt majestätisch über der Bühnenmitte. Der Countdown läuft, bis alles erhellt ist und die Männer so in die nächsten Tage mit hineingenommen werden. Tage, die ihr Leben verändern sollen. Berufen zum Senden – so das Motto dieser Männerkonferenz war der inhaltliche Schwerpunkt. Was zunächst widersprüchlich klingt, sollte sich als die Chance des Lebens erweisen. In jeder Berufung liegt auch eine Sendung und hinter jeder Sendung sollte auch eine Berufung stehen. Hand in Hand sozusagen – sowohl in unserem persönlichen Leben als auch im Hinblick auf unsere Gemeinden. Jeder Mann darf sich dieser Berufung Gottes für sein Leben bewusst werden. Darum ging es. Darum geht es. Männer die Geschichte schreiben. Männer die berufen sind zum Senden!

Gott hat einen Plan, weil er mein Potential kennt

Christoph Köhler (Glaubenszentrum Leitungsteam) eröffnete die Männerkonferenz mit dem Impuls, dass es einen sehnsüchtigen Gott gibt, der mich wahrnimmt und einen Plan für mein Leben hat. Gott selbst, der Schöpfer,  kennt deshalb mein Potential besser als ich selbst. Das schließt meine Eigenverantwortung, die Gott mir gegeben hat, mit ein. Christoph verdeutlichte anhand der 7-Berge-Strategie, wer in diesen Schlüsselbereichen Werte und Standards setzt, die Gesellschaft entscheidend prägen und mitbestimmen wird. Eine Berufung ist deshalb auch kein Zwang oder Selbstläufer, sondern muss geglaubt und ergriffen werden. Dabei gilt es vier Widerstände zu überwinden, die Christoph im biblischen Kontext von Gilgal, Bethel, Jericho und dem Jordan darlegte. Er forderte bildhaft auf, entschlossen die Wüste zu verlassen und mit Hilfe des Heiligen Geistes 100% für Jesus zu geben.

Der doppelten Berufung folgen

Der Freitag gehörte unserem Schweizer Gastsprecher Florian Bärtsch (Kingdom Ministries), der Gottes Wort bewusst als Grundlage ins Zentrum stellte. Treffend dazu sein Einstiegssatz:

„Wenn sich beim Bibel lesen der Vorhang öffnet, erkennen wir die Wahrheit.“ Florian sprach anschließend über die doppelte Berufung nach Markus 3,14:  Jesus hat die Zwölf zu sich gerufen und Sendungsbewusstsein geschaffen. Nicht nur erneuern lassen und bei Jesus bleiben, sondern hingehen und seine Präsenz im persönlichen Umfeld leben. Alles andere ist nur Dekoration. Florian ermutigte, uns selber zu trainieren, z. B. im Verbund mit anderen. Er zeigte auf, dass Jesus uns Ermächtigung schenkt. Entscheidend ist nun, vom Hören ins Tun zu kommen. Diesen Ruf anzunehmen, wie „beim Telefonieren“. Der Schwerpunkt liegt auf dem doppelten Ruf. „Schleiche dich nicht durch, sondern komme in meine Nachfolge.“ Oder wie es Jesaja 6,8 beschreibt: „Hier bin ich, sende mich!“. Das Evangelium Gottes ist eine Person und diese bringen wir.

Männer Gottes und ihre Familien

Der Samstag wurde zunächst durch interaktive Gebetszeiten – geistliche Verantwortung in der Familie, Bildung und Pädagogik, Medien, Wirtschaft – eingeläutet, ehe unser nächster Gastsprecher, Jake Hamilton (Lobpreisleiter), zu Wort kam. Jake machte seine Ausführungen an drei Fragen fest: Was tut Gott? Wie tut Er es? Wen benutzt er dafür? Jake stellte dabei klar heraus, wie wichtig es ist, sein Vertrauen auf Jesus zu richten, weil es unsere Verbundenheit bestimmt. Der Heilige Geist bevollmächtigt uns, noch größere Dinge zu tun. Dies definiert unsere Identität, wer wir sind. Gott ist ein Gott der Generationen und möchte Familie heilen, erneuern und erretten. Jake betonte eindrücklich, dass wir unsere Familie nicht vernachlässigen dürfen. Im Abendplenum mit Jake ging es dann noch mal „richtig zur Sache“. Die Fragen, „Was ist ein Mann? Was sagt Gott?“, standen dabei im Mittelpunkt. Erschaffen aus Dreck, mit dem Atem Gottes belebt, brauchen wir Gott, der uns wieder neues Leben einhaucht. Emotional stellte Jake dar, wie passiv und still viele Männer geworden sind und dadurch unsere Frauen und Kinder verführt werden! Er rief dazu auf, dass wir Männer den ersten Schritt tun und frei werden. Männer wurden ermutigt, auch Männer zu sein und sich diesbezüglich nichts rauben zu lassen!

Was bedeutet das konkret?

  1. Gebet: unsere Stadt muss von Mauern aus Männern des Gebets umgeben sein! So haben wir den Feind stets im Blick. Du weißt nicht, was du beten sollst – bete die Bibel! Denn das Wort Gottes wird niemals leer zurückkommen! Wir stellen wieder Männer auf die Mauer. Und wir werden nicht mehr still sein! Amen.
  2. Steht fest im Glauben, lasst uns Männer des Wortes werden! Jesus starb nicht, damit jemand anderes mir die Bibel vorliest! Die Welt braucht nicht unsere Meinung, sondern das Wort Gottes! Wir sollen keine „wortlosen“ Analphabeten sein. Lies die Bibel einfach um dessen willen, was dort steht. Ich lese, ich habe geglaubt. Wir müssen erwachsen werden! 3. Verhaltet euch wie Männer – seid stark! Das hat auch mit Emotionen zu tun. Es ist dir gestattet, Gefühle zu zeigen. Man(n) kann Gefühle haben, ohne durch sie geleitet zu werden. Gott möchte den Männern ihre Gefühle zurückgeben. Und ihre Tränen. Denn wenn man über die Schönheit und Majestät Jesu liest und nichts spürt, stimmt etwas nicht. Satan hat die Männer betrogen, immer weniger Gefühle zu zeigen oder zuzulassen. Das ist eine Lüge! Es ist Zeit, wieder über diesem Land zu weinen.

Unsere Frauen sind es uns wert

Daran anknüpfend forderte Jake auf, den Frauen ihren Wert zurückzugeben und Kinder zu beschützen. Menschenhandel sollte es nicht geben, so lange wir am Leben sind. Wir bestärken das, wenn wir uns Pornographisches ansehen! Denn auch diese „Angesehenen“ sind Töchter und Söhne von Eltern! Erziehe deshalb deine eigenen Kinder seinem Weg gemäß. Wir bringen das Königreich Gottes (= Familie) voran. Dazu hat Gott uns erschaffen.

In einem sehr intensiven Gebetsaufruf wurden alle betroffenen Männer aufgefordert, die Herzen in Ordnung zu bringen, beginnend bei ihren Augen. Jake stelle klar, dass wir deshalb so passiv sind, weil wir in Abhängigkeiten stecken. Diese wiederrum sorgen für eine Scham, dass Männer still bleiben! Jesus ist gekommen, dass Männer frei werden. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, dass die Scham zerstört wird und Männer frei werden! Anschließend brach die komplette Erweckungshalle in einen Jubel aus, der dem Siegtor bei der Fußball-WM 2014 gleichkam!

Ein Vertrauen, das unerschütterlich ist

Den Schlusspunkt der Männerkonferenz setzte Sebastian Stark (Studienleiter), der in seiner Botschaft zum grundlegenden Vertrauen nach Sprüche 3,5-6, einlud. Sebastian verdeutlichte dabei, dass sich Vertrauen auf den Herrn und Verlassen auf den eigenen Verstand nicht im Wege stehen müssen, sondern sich ergänzen können. Er verdeutlichte gleichzeitig, dass unser Vertrauen auf den Herrn das Zünglein an der Waage sein sollte, weil Gottes Wesen vertrauenswürdig ist. Praktisch bedeutet es, dieses Vertrauen ins Leben zu kultivieren, indem ich mich Jesus anvertraue. Oder zu beten anfange und dabei eigenes Gebetsbewusstsein entwickle (Bsp. Gebetstagebuch, Gebetsstrecke, Bibellese, Ort, Zeit). Der vertraute Umgang mit Gottes Wort ist ein weiterer Schlüssel. Fang an zu lesen (Pläne, Hilfen). Verarbeite, was du liest (lies nicht um des Lesens willen). Setze es um, lass dich inspirieren (durch Bibellesehilfen, Zeitschriften, Clips, den Austausch mit deiner Ehefrau, mit dem Kumpel beim Feierabendbier). Das geschieht ganz viel auch in Gemeinschaft. Klar ist, dass man Vertrauen nicht befehlen und auf Knopfdruck erzeugen kann. Aber „Vertrauen bedeutet den ersten Schritt zu tun, auch wenn du die Treppe noch nicht ganz sehen kannst (M. Luther King).“ Lasst uns deshalb Männer sein, die Vertrauen wagen und weise Entscheidungen treffen!

Ein Dankeschön an alle Unterstützer

Zu allem Genannten gab es in den Pausenzeiten die Möglichkeit zu guter Gemeinschaft bei Kaffee, Malzgetränk und Süßem oder Deftigem vom Grill. Verschiedene Aussteller zeigten eine bunte Palette an Möglichkeiten auf, wie der Berufungsgedanke praktische aussehen kann. Sehr dankbar sind wir auch für die Unterstützung unseres Werkes und die großzügige Spendensammlung am Sonntag. Damit helft ihr uns wirklich, als Werk wichtige Projekte vollenden und abschließen zu können. Andererseits aber auch, unsere Anliegen mitzutragen.

Indirekter Frauenpower

Aber was wäre eine Konferenz ohne geistlichen Rückhalt? Wir sind von Herzen für die enorme Unterstützung unserer Frauen – Mitarbeiterinnen und Schülerinnen des Glaubenszentrums – während dieser Tage dankbar. Sie haben für uns parallel gebetet, die Räume gesäubert, gekocht, verkauft und vieles mehr – und sie haben uns so einen wunderbaren Rahmen geschaffen, um diese Tage zu genießen. Und natürlich gilt ein besonderes Dankeschön unserem lebendigen Gott für die Möglichkeit, sein ewiges Wort in unserem Land so verkünden zu dürfen. Doppelt betrachtet auch für das herrliche Wetter – alles stand wahrlich in Seinem Zeichen!

Schlussgedanken

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir auf dieser Konferenz Gott in besonderer, tiefer Art und Weise erlebt haben. Wir sind dankbar, dass Männer aufgestanden sind und sich senden lassen wollen, unser Land zu prägen. Und wir haben Hoffnung, dass mehr Menschen sich  in Deutschland wieder zu diesem Gott bekennen werden – geprägt von seinen Werten und Standards, die unsere Gesellschaft mitbestimmen und verändern wird.

Wer jetzt noch mehr Hunger auf die Botschaften bekommen hat oder sich die Thematiken weiter verinnerlichen möchte, dem sei als gute Grundlage noch folgendes empfohlen: die MP3-Box der Männerkonferenz 2019 als CD oder Download, oder die drei Botschaften vom Livestream, sowie einzelne Seminare.

 Bildergalerie und Erlebnisse:

Freitag kam der Sendungsruf, es wurde immer heißer in mir, es brodelte. Zu Hause sind Frau und Kind, ich bin aber nach vorn gekommen, will Jesus an erster Stelle in meinem Leben steht. Der Ruf, wo es hingegen soll: gehe nach Hause und liebe deine Frau so, wie Jesus seine Gemeinde geliebt hat. Das ist eine noch größere Herausforderung. (M.)
Ich habe letztes Jahr die Berufung geschenkt bekommen, zu gehen. Das Land zusammen im Gebet einzunehmen. Ich habe den wunderbaren Auftrag bekommen, das Joh.-Evangelium verteilen zu dürfen. Ich darf nun die gute Botschaft bringen. Das ist ein Ansporn, nicht unmutig zu sein und mich nicht des Evangeliums zu schämen. Wer Segen sät, wird auch im Segen ernten. (D.)
Ich habe heute Nacht das Twitter gelöscht. Weil Punkt 1 Zeitverschwendung. Das hat mehr und mehr Zeit eingenommen. Man kann ins Ewige scrollen. Das wird sonst zum Verhängnis. Mach ganze Sache. Einschränken klappt nicht, also davon lösen. Punkt 2. Quelle der Verführung – ich bin dankbar für die klare Formulierung. Damit tue ich auch meiner Frau Unrecht, sie gedanklich zu beschuldigen, ihr eine Mitschuld zu geben. Sie ist aber nicht mitschuldig, sondern ich bin es. Siehe nach Matthäus 18,9 – Bergpredigt: „Wenn eine App dich zur Sünde verleitet, reiß sie raus. (J.)