Kurzbibelschule 2019 „Frei sein“ mit Wilkin van de Kamp

Kurzbibelschule 2019 „Frei sein“ mit Wilkin van de Kamp

Immer wieder ist in den unterschiedlichsten Artikeln zu lesen, dass Freiheit unser höchstes Gut ist. Oder davon, dass Freiheit den existenziellen Wert an sich darstellt. Doch bei allen Gedanken dazu stellt sich eine entscheidende Frage: Wann bin ich wirklich frei? Genau darum ging es bei unserer diesjährigen Kurzbibelschule „Frei sein“ mit Wilkin van de Kamp, den wir als international bekannten Sprecher zu dieser Thematik eingeladen haben. Seine Ausführungen möchten wir jetzt näher betrachten.

Gott ist ein Belohner

Es liegt in Gottes Natur, dass er uns segnen will. Richten wir unseren Fokus auf ihn aus, wird unser Glaube gestärkt und schenkt Freude. Dies verdeutlicht, dass Gott ein Belohner ist (Hebr 11,6). Jesus sagt: „Ich werde mit euch sein bis ans Ende der Welt“. Du musst an dem Gesagten festhalten, auch wenn du es nicht (mehr) spürst oder erlebst! Hier geht es um Freiheit – Freiheit in Christus durch Erneuerung unseres Denkens. Denn deine Gedanken werden deine Worte. Deine Worte werden deine Taten. Deine Taten werden deine Gewohnheiten. Deine Gewohnheiten formen deinen Charakter. Dein Charakter aber bestimmt deine Berufung. Achte darauf (Gal 3,11)!

Frei sein von der Macht der Sünde

Du bist kein Sünder, weil du sündigst, sondern Sünder geworden, weil du als Sünder geboren wurdest. Durch Paulus wissen wir, dass unser alter Mensch durch Jesus mit gekreuzigt wurde und wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind (Röm 6,6). Gott hat dich nicht gerecht gemacht – Gott hat dich in Einheit mit Christus für gerecht erklärt! Nirgendwo im Neuen Testament werden die Christen Sünder genannt! Wenn Menschen verstehen, was Christus getan hat und dass sie geliebte Kinder Gottes sind, ist das der erste Schritt in die Freiheit.

Der Teufel hat eine „Zahnprothese“

Eine entscheidende Frage ist nun, wie wir auf den Feind schauen. Sünde ist nicht mehr das Problem. Aber wie schauen wir auf den Widersacher? Halte den Teufel nicht hoch, stelle ihn nicht in den Vordergrund. Gott möchte uns von innen heraus vorm Stolpern bewahren. Der Unterschied ist jetzt: Sünder decken ihre Sünden zu. Sie leben mit Geheimnissen. Die Heiligen bekennen ihre Sünden und sie werden weniger sündigen. Darum ist es wichtig zu wissen, wer ich in Christus bin. Das schließt auch alle Emotionen, Beziehungen und Bindungen mit ein. Lass dich vielmehr umwandeln. Denn wenn du von Neuem geboren bist, ist die Sünde weggenommen, und du bist, als wenn du nie gesündigt hättest (Röm 12,22)!

Von alten und neuen „Kleidungsstücken“

Wenn wir den neuen Menschen anziehen, müssen wir zuvor den alten ausziehen. Du kannst nicht die neuen Kleider darüberstreifen. Kleider der Scham, Reue, Buße, Sünde usw. müssen ausgezogen werden. „Bleib in meiner Liebe“, sagt Jesus (Joh 15,9). Im Haus des Vaters entdecke ich nicht nur, wie Gott ist, sondern wie ich selbst mit mir umgehen soll – so wie Gott mit mir umgeht. Ich darf wahrhaftig ich selbst sein. Ich darf auch lernen, so mit anderen umzugehen. Wenn ich nicht mit mir selbst versöhnt bin, kann ich andere auch nicht lieben. So entsteht Nichtvergebenheit und eine ungesunde Bindung an den Täter!

Vergebung als ein Schlüssel zur Freiheit

Jesus gibt den Schlüssel der Vergebung in unsere Hand. Vergeben wir nicht, werden wir emotional gebunden. Der Schuldner bleibt in meinem Kopf. Diese Person steuert immer noch meinen Gemütszustand. Die Folgen daraus sind Bitterkeit, Groll und Hass, und letztlich werde ich (an meiner Seele) krank! Indem ich Vergebung schenke, wird ein Weg zur Wiederherstellung gebahnt, und Heilung kann beginnen. Dann öffnet sich die Tür. Gibt es Menschen, denen ich noch vergeben darf? Vergebung zu schenken, ist der Schlüssel zur Freiheit! Das verändert letztlich unser Leben.

Freiheit

Im Wochenverlauf selbst wurden noch themenzentrierte Inhalte angesprochen, die uns gefangen halten oder hindern können, wirkliche Freiheit zu erleben. Biblisch und von der Praxis her fundiert ging es dabei um lebensnahe Möglichkeiten der Aufarbeitung und Umsetzung in den Alltag. Intensive Anbetungszeiten, Nachmittagsseminare und Abendgottesdienste knüpften nahtlos an das Gesagte an. Wichtig ist, im Alltag nicht mehr in den unbefreiten Wiederholungsmodus zurückzukehren, sondern an der Wiederherstellung festzuhalten. Dazu dem zu vertrauen, der uns in die echte Freiheit führt: Jesus Christus! „Wenn euch aber der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei!“ (Jesus in Joh 8,36).

Wer sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem sei als gute Grundlage noch folgendes empfohlen: die MP3-Box der Woche sowie das gleichnamige Buch Frei sein von Wilkin van de Kamp, das unser Haus veröffentlichen durfte!

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